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09. November 2021

Keine Zeit für’s Bullet Journal?!

Wie mein Bullet Journal mich in vielen Lebensveränderungen begleitet hat – und manchmal auch von mir vergessen wurde.

Das Jahr 2021 hat für mich viele neue Situationen und auch einige Herausforderungen mit sich gebracht. Ich habe meinen ersten richtigen Vollzeit Lob angefangen und habe gemerkt, dass man damit gar nicht mehr so viel Zeit hat, wie gedacht. Ich habe gelernt und lerne immer noch, Nein zu Aufgaben zu sagen und mir die Freizeit, die ich habe, so sinnvoll wie möglich einzuteilen – auch wenn das weniger Zeit für mein Bullet Journal bedeutet. Denn ich habe gelernt, dass ich auch damit meine Ansprüche runtersetzten muss und lieber etwas einfaches mache als gar nichts. 

Der Start ins neue Jahr

Dankbar und voller Vorfreude bin ich in Das Jahr 2021 gestartet. Ich hatte die anstrengende zeit meiner Bachelor Arbeit hinter mir und nach ein paar Monaten der Zweifel und Unsicherheiten, wie es für mich weitergehen soll, eine Arbeitsstelle in Aussicht, die perfekt zu mir passte. 

Mit dieser Motivation habe ich mein Bullet Journal für das neue jähr eingerichtet. Der zweite Januar ist bei mir jetzt schon seit einigen Jahren dafür reserviert, mich ganz gemütlich mit meinem Bastelzeug hinzusetzten und das Jahres Set Up zu gestalten. 

Ich hatte Lust, neue Stile auszuprobieren und habe so auch direkt im Januar mal etwas ganz anderes gemacht – ein Disney Thema und das ganz ohne Collage!

Weniger Zeit als gedacht

Dann begann ich mit meiner neuen Arbeit und merkte schnell, dass ich viel weniger Zeit habe als ich vorher im Studium. Man ist viel unflexibler, wenn man den Tag über neun Stunden auf der Arbeit ist. Dazu kam, dass ich einfach keine Wohnung gefunden habe und so bei meinen Eltern wohnen bleiben und täglich einfach eineinhalb Stunden pendeln musste. Da blieb nicht viel Zeit zum kreativ werden am Abend – geschweige denn die Kraft. So habe ich die Monate darauf immer mal wieder mehr schlecht als recht die Wochenübersichten gestaltet, meistens aber auch gar nicht benutzt, sodass es Wochen gab, die nur auf Klebezetteln geplant wurden. Denn ganz ohne Kalender und ToDo-Listen geht es für mich auch nicht. Auch als ich eine Wohnung fand, wurden Zeit und Muße für’s BuJo nicht mehr, da ich jetzt in jeder freien Minute mit Umzug und Einrichten beschäftigt war.

Die Sache mit den Tabs

Irgendwann erinnerte ich mich an mein Jahressetup und die Tabs, die ich da verwendet hatte, um die Themen voneinander zu trennen. Und ich fragte mich, ob das nicht eine Möglichkeit wäre, auch die Monate zu strukturieren. So konnte ich mir Anfang des Monats eine längere Zeit am Wochenende oder auch im Urlaub nehmen und eine hübsche Monatsübersicht gestalten, in die ich alle Termine aus dem Future Log übertragen konnte. 

Die einzelnen Wochen in den Tabs konnte ich dann je nach zeitlichen Möglichkeiten schön gestalten oder einfach nur ToDo Listen und Termine hineinkritzeln, ohne den Überblick zu verlieren, da immer genug Seiten für einen Monat mit den Tabs gruppiert waren. 

Was mich das Jahr noch gelehrt hat

Ich habe in diesem Jahr viel wertvolles gelernt. Ich bin Gott unendlich dankbar für die vielen neuen Möglichkeiten und Erfahrungen, für viele neue Menschen in meinem Leben, eine tolle WG und viele neue Impulse. Ich habe gelernt, dass man auch mal nein sagen kann, und wahre Freunde das verstehen, dass man die eigenen Bedürfnisse ernst nehmen, Grenzen ziehen und Kapazitäten realistisch einschätzen muss. Ich weiß jetzt, dass es okay ist, wenn man den eigenen Ansprüchen auch mal nicht genügt und nicht alles perfekt hinbekommt, solange man stolz auf das sein kann, was man hinbekommen hat!

Ich wünsche dir viel Mut, einfach anzufangen und so viel in dein Bullet Journal zu stecken, wie du möchtest und brauchst, auch wenn es mal gar nichts ist.

Alles Liebe von Anja

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